Unter dem Zelt der Sterne von Jenn Bennett

„Lass mal deine Vorsicht sausen und dich von mir zum Condor Peak führen. Ich kann das. Ich weiß, dass ich das kann. Früher hast du mir vertraut.“

„Da hast du mir auch Grund dafür gegeben.“

„Daran hat sich nichts geändert. Du achtest bloß nicht mehr darauf.“

Originaltitel: Starry Eyes
Autorin: Jenn Bennett
Sprache: Deutsch
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Verlag: Carlsen
Genre: Young Adult/ Jugendbuch/ Liebesroman
Preis: D 15.00€/ A 15.90€
ISBN: 978-3-551-58398-7
Veröffentlichung: 01. August 2019

Beschreibung und Handlung:

Früher waren Zorie und Lennon beste Freunde – und kurze Zeit sogar mehr als das. Doch seit dem Homecoming-Ball letztes Jahr herrscht zwischen ihnen Funkstille, und auch ihre Familien haben sich nichts mehr zu sagen. Dann wird ein Campingtrip mit Freunden zum Desaster und Zorie strandet in der Wildnis. Zusammen mit dem Jungen, der ihr das Herz gebrochen hat: Lennon. Auf sich allein gestellt und ohne die Möglichkeit, einander aus dem Weg zu gehen, kommen endlich all ihre Gefühle zum Vorschein. Aber haben Zorie und Lennon den Mut, einen Neuanfang zu wagen?

QuelleCarlsen Verlag

Zu der Autorin:

Jenn Bennett wurde in Deutschland geboren, zog dann aber in die USA. Sie schreibt historische Liebesgeschichten und Fantasy für Erwachsene, doch vor allem ihre romantischen Jugendbücher wie »Unter dem Zelt der Sterne« haben ihr eine große Fangemeinde beschert. Wenn sie nicht reist – z.B. nach Europa oder Südostasien –, lebt sie mit ihrem Mann und zwei Hunden in Georgia.

Quelle: Carlsen Verlag

Cover:

Ganz ganz große Coverliebe! #pastellover – wer mich schon länger kennt, weiß wie gerne ich rosa Farbtöne mag. Das ist einer der Gründe, wieso ich das Cover wunderschön finde. Die vielen bunten pastelligen Töne haben einen perfekten Übergang ineinander und bilden den Hintergrund. Vorne ist eine große Tasse zu sehen, auf der sich eine Szene aus dem Buch wieder findet. Ich liebe es! Finde es einfach immer wieder aufs Neue faszinierend, wie kreativ man Cover gestalten kann. Durch die dunkle Farbgebung der Abbildung und dem warmen Pastellhintergrund, wird ein wohliges Gefühl in mir ausgelöst – einer der Gründe, wieso ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Meine Meinung:

Dies ist mein zweites Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Nachdem meine liebste kanadische Booktuberin so von der Autorin schwärmt, habe ich bereits vor längerem beschlossen, alle Bücher von Jenn Bennett möglichst zeitnahe und vielleicht sogar diesen Sommer zu lesen. „Annährend Alex“ war der erste Titel und ich habe es gelesen und g e l i e b t. Weswegen auch die Messlatte für „Unter dem Zelt der Sterne“ etwas höher lag.

Mit dem Geruch von Sonnencreme in der Nase, beginne ich die ersten paar Kapitel auf dem Liegestuhl in der Sonne zu lesen. Ein besseres Setting hätte ich nicht haben können, um in die Geschichte rund um Zorie’s und Lennon’s Freundschaft einzutauchen.
Die beiden Jugendlichen kennen sich schon seit Jahren und sind quasi gemeinsam aufgewachsen. Zorie hat teilweise mehr Zeit bei Lennon und seinen beiden Mom’s verbracht, als bei ihr zuhause. Die Protagonistin glaubt an Listen, Zeitpläne und Abläufe – damit kann ich mich auf jeden Fall identifizieren und hat sie für mich sofort sympathisch gemacht. Lennon ist schräg, makaber und wird vom Aussehen her wie ein böser Anime Charakter beschrieben. Wie bereits erwähnt, sind seine beiden Elternteile lesbisch – habe das Buch somit zum passenden Zeitpunkt gelesen, denn aktuell ist ja Pride Month!

Im Setting der Geschichte habe ich mich sofort wohlgefühlt, was zu einem großen Teil wohl daran liegt, dass es zu Beginn von jedem Abschnitt eine gezeichnete, total süße Karte gibt. Dadurch hat sich in meinem Kopf sofort eine Umgebung gebildet und ich war nicht nur lesetechnisch sondern auch via Kopfkino komplett in dem Buch versunken. Sofort als ich Kings-Forest-National Park gelesen habe, wollte ich am liebsten gleich mit auf den Glamping Trip fahren, obwohl ich sonst nicht sonderlich für das Campen zu begeistern bin.
Wer dachte, beim Campen gäbe es eine keine Action, hat wohl nicht damit gerechnet, dass Jugendliche oft der Meinung sind, alles besser zu wissen und sich Regeln zu widersetzen – somit gab es bei dem chillig geplanten Ausflug eine bärige Überraschung! Sehr zur Erheiterung meinerseits. Da möchte ich außerdem erwähnen, dass ich so eine Begegnung begrüßen würde – so verrückt das auch klingen mag – denn ich finde Bären sind faszinierende Tiere und ich würde wahnsinnig gerne einmal einen in freier Wildbahn mit eigenen Augen sehen.

Die Atmosphäre der Geschichte mag ich sehr. Diese wird nicht nur durch den angenehmen, lockeren und witzigen Schreibstil erreicht, sondern auch durch das Setting und die beiden Protagonistin der Geschichte.

Wenn zwei sich lieben, es sich aber selbst nicht ganz eingestehen wollen, sind Konflikte vorprogrammiert. Besonders dann, wenn man einige Tage abgeschnitten von jeglicher Zivilisation zu zweit in einem National Park wandert. Durch ein einfaches Gespräch schaukelt sich alles zu einem Streit zwischen Zorie und Lennon hoch und endlich sind beide ehrlich und sagen Worte, die schon längst hätten gesagt werden sollen. Die gezwungene Zeit zu zweit, ist genau das, was die beiden Jugendlichen brauchen, um sich auszureden und die Karten offen auf den Tisch zu legen. Ich fand es schön, Zorie und Lennon auf ihrer emotionalen Reise durch die gemeinsame Vergangenheit, die vielen Jahre quasi ohne richtigen Kontakt und das gemeinsame Hier und Jetzt zu begleiten.

Jenn Bennett schafft es ohne großes Tam Tam und viel Drama, eine tiefe Verbindung der beiden Protagonisten zu beschreiben. Sie hat mir während dem Lesen das Gefühl gegeben, den Weg gemeinsam mit den Charakteren zu gehen, als wäre ich einer von ihnen.

„Planen kann einen nicht vor allem retten. Veränderungen sind unvermeidlich und Unsicherheit ist eine Tatsache.“

Fazit:

Eine wertvolle Geschichte, nicht nur über Vertrauen und das es wichtig ist zu sagen was man empfindet, den unausgesprochene Worte können viel mehr Schaden anrichten. Sondern auch über Freundschaft die zur Liebe werden kann. Es geht um die verschiedenen Arten, mit denen jeder individuell im eigenen Leben konfrontiert wird und wie schön es sein kann, das nicht alleine meistern zu müssen.

Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen!

Eure Franziska. ❥

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