Wildflower Summer – In deinen Armen von Kelly Moran

„Wenn du nur halb so viel für ihn empfindest, wie in seinen Blicken steht, wenn er dich ansieht, dann ist das die Person, mit der du zusammen sein solltest“


Autorin:  Kelly Moran
Sprache: Deutsch
Einband:  Klappenbroschur
Seitenzahl: 368
Verlag: rororo
Genre:  Belletristik
Preis: D 12.99€ / A 13.40€
ISBN:  978-3-499-27620-0
Veröffentlichung:  19. Mai 2020

Reihenfolge der Dilogie 

  1. Wildflower Summer – In deinen Armen
  2. Wildflower Summer – In diesem Moment

Beschreibung und Handlung:

Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …

Quelle: Kyss Verlag

Zu der Autorin:

Kelly Moran lebt mit ihren drei Söhnen in South Carolina, in den Südstaaten der USA. Sie gehört der Autorenvereinigung der Romance Writers of America an und wurde schon mit diversen Preisen ausgezeichnet. Die Trilogie «Redwood Love» ist ihre erste Veröffentlichung in Deutschland. Die Reihe wurde in den USA von Kritikern und Lesern begeistert aufgenommen. So urteilte beispielsweise die RT Book Reviews über Band 1: «So voller Wärme und Gefühl, dass man sich unweigerlich verliebt … Das von Humor, Zärtlichkeit und Sexyness durchzogene Buch ist ein Hauptgewinn.»

Quelle: Kyss Verlag

Cover:

In das Cover habe ich mich im ersten Augenblick bereits verliebt – die Holzoptik mit den schönen Wildblumen in den verschiedenen rosafarbenen Tönen, ist ein Eyecatcher für mich. Auch die Schriftart des Titels finde ich gut gewählt, denn sie hinterlässt in Kombination mit dem Hintergrund einen verträumten und gemütlichen Eindruck.

Meine Meinung:

Ich finde es schade, dass der Titel nicht zum Inhalt des Buches passt. Leider beträgt die Temperatur in der Geschichte meist +/- 10 grad und es weht ein angenehm kühler Wind – so richtig Sommer wird es erst gegen Ende, da beginnen dann auch langsam die Wildblumen zu blühen. Dieses Feeling hat mir während der gesamten Handlung gefällt, beziehungsweise ich war aufgrund des Titels, aber auch Covers darauf eingestellt.
Da ich zurzeit besonders das Reiten vermisse, hatte ich total Lust auf das was mir das Cover und der Klappentext versprach: ein Wohlfühlort auf einer Ranch, mit viel Ausreiten und umgeben von Bergen und viel Natur. Leider war das alles in meinen Augen zu wenig vorhanden. Noch viel mehr aber, hat mir Wohlfühlatmosphäre und Gemütlichkeit gefehlt – davon habe ich mir im vorhinein so viel mehr erwartet. Insbesondere gegen Ende der Geschichte habe ich das ganze Ranch – Feeling vermisst, denn es wurde durch Sexszenen ersetzt. Gerne hätte ich mehr über den Alltag auf der Ranch erfahren, wie es ist wenn man beim Ausreiten auf Wildpferde oder andere wilde, fremde Tiere trifft. Ich habe nichts gegen Sexszenen, im Gegenteil, wenn sie zur Handlung passen, lese ich sie sehr gerne, aber das war hier nicht der Fall. Zu einem großen Teil liegt es wohl auch daran, dass ich einfach mit einem komplett anderem Mindset zu dem Buch gegriffen habe und völlig andere Erwartungen an die Geschichte hatte.

Der Protagonist Nate diente mit dem verstorbenen Bruder von Olivia – Justin. Das erste, was man von ihm vermittelt bekommt, ist Distanz. Nate lässt kaum Gefühle zu und auch Berührungen sind nicht sein Fall. Er ist der perfekte Bad Boy: Kind einer drogenabhängigen Mama, deswegen wurde er in seiner Kindheit von einer schlechten Pflegefamilie in die andere versetzt, als Jugendlicher kam er in eine Gang und zu der Zeit sind auch seine ganzen Tattoos gestochen worden, er fährt ein Motorrad, ist breit gebaut und riesig, noch dazu war er in der Army und hat dort einen Befehl mit tragischem Ende gegeben. All das ist mir ein bisschen too much. Deswegen hat er vermutlich auch keinen Platz in meinem Herzen bekommen, das Gesamtpaket inklusive der ganzen Abweisungen gegenüber Olivia und dem Weglaufen vor der Wahrheit am Ende der Geschichte, ist mir einfach viel zu viel. Nur die Hälfte der Erlebnisse und Erfahrungen hätte gereicht und ich hätte ihn mehr greifen können. Um gleich an das Thema „greifen können“ anzuschließen: Olivia und Nate in Kombination sind für mich auch kein greifbares Paar. Dadurch, dass der Protagonist kein gesundes Selbstwertgefühl hat, crasht das in meinen Augen im negativen Sinne mit der taffen, bodenständigen Olivia. Bei ihr hatte ich auch das Problem, dass mir der Einblick in ihre Vergangenheit – besonders im Verhältnis zu Nate, fehlt. Man erfährt nur ein Detail aus ihrer Jugend, aber nichts von vorherigen Beziehungen oder wieso sie nicht bereits nach einem „Mann“ gesucht hat, wenn ihr größter Wunsch ist, eine Familie zu gründen und Kinder zu haben, die die Wildflower Ranch übernehmen können.

Amy, Olivia’s beste Freundin ist ein zu verblasster Nebencharakter für mich, die einzige Situation, in der die junge Frau eine große Rolle gespielt hat, ist der heftige Streit mit ihrem Ehemann. Diesen fand ich leider fehl am Platz, er ergänzte das Handlungsbild nicht stimmig, sondern es wirkte überladen, da die heftige Diskussion der beiden Verliebten aus dem Nichts und vollkommen ohne Zusammenhang kam.
Über Amy hätte ich gerne ein bisschen mehr erfahren, auch wenn mir bewusst ist, dass im zweiten Band der Dilogie ihr die Rolle der Protagonistin gehört. Ein Grund für mich, wieso ich auf jeden Fall den zweiten Teil lesen möchte.

Ein paar kurze Gedanken, die in den oberen Absätzen keinen Platz gefunden haben:

  • Der Schreibstil ist locker, leicht und angenehm zu lesen
  • Nachdem ich ein paar Seiten gelesen hatte, war mein einziger Gedanken nur: ich möchte auch wissen, was in dem Brief von Justin an Olivia steht!
  • Die Kapitelverzierungen sind genauso schön wie das Cover
  • Ich bin so neidisch, möchte jetzt gerade auch liebend gerne mit Midnight ausreiten
  • Ob über die Glatze streicheln wirklich sexy und ein turn on ist, lasse ich mal so dahingestellt

Fazit:

Die Grundidee hat mir gut gefallen, auch den Schreibstil mochte ich sehr, dennoch war es mir im großen und ganzen zu viel Drama und zu wenig Ranch-Feeling. Ich konnte die Charaktere nicht wirklich greifen und hätte mir bei Olivia mehr Tiefe gewünscht.

An der Stelle möchte ich mich beim Kyss Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Ich vergebe 2.5 von 5 Sternen!

Eure Franziska. ❥

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