Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern von Kelly Moran

„Im Gegensatz zu dem was die meisten Leute glaubten, war sie kein gemeiner Mensch; sie war nicht gefühlslos. Und schließlich mochte sie den Kerl. Sie wollte einfach nur, dass er sie in Ruhe ließ. Dauerhaft. Um ihrer geistigen Gesundheitswillen.“

Seite 103

Autorin:  Kelly Moran
Sprache: Deutsch
Einband:  Klappenbroschur
Seitenzahl: 300
Verlag: rowohlt
Genre:  Belletristik
Preis: D 12.99€ / A 13.40€
ISBN:  978-3-499-00129-1
Veröffentlichung:  24. März 2020

Reihenfolge der Reihe 

  1. Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
  2. Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss
  3. Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
  4. Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Lächeln
  5. Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern

Klappentext:

Redwood, Oregon. Wo die Liebe zu Hause ist …
Der abschließende Band der Bestseller-Reihe von Kelly Moran
Parker Maloney ist der Sheriff der kleinen Stadt Redwood. Und er gehört zu den wenigen Singles des Ortes, die nicht Reißaus nehmen, wenn das sogenannte Drachentrio im Anmarsch ist – drei ältere Damen, die schamlos kuppeln. Er hätte nämlich gar nichts dagegen, verkuppelt zu werden – zumindest bis Maddie Freemont wieder in Redwood auftaucht, seine Erzfeindin aus Highschool-Zeiten. Sie ist die einzige, die ihn mit nur ein paar Worten aus der Fassung bringen kann. Er würde sie am liebsten erwürgen. Oder küssen. Egal, solange sie nur die Klappe hält …
Humorvoll, emotional und sexy – eine Liebesgeschichte zum Wohlfühlen!

Quelle: rowohlt

Zu der Autorin:

Kelly Moran lebt mit ihren drei Söhnen in South Carolina, in den Südstaaten der USA. Sie gehört der Autorenvereinigung der Romance Writers of America an und wurde schon mit diversen Preisen ausgezeichnet. Die Trilogie «Redwood Love» ist ihre erste Veröffentlichung in Deutschland. Die Reihe wurde in den USA von Kritikern und Lesern begeistert aufgenommen. So urteilte beispielsweise die RT Book Reviews über Band 1: «So voller Wärme und Gefühl, dass man sich unweigerlich verliebt … Das von Humor, Zärtlichkeit und Sexyness durchzogene Buch ist ein Hauptgewinn.»

Quelle: rowohlt

Cover:

Das Cover ist wie auch schon bei den vorherigen Bänden, perfekt für die Geschichte gewählt. Durch die Holzoptik und der kleinen Skizze kommt der Kleinstadt – Flair mitten in Oregon schön zur Geltung. Auch die Schriftart die mittig auf dem Cover platziert ist, harmoniert mit den Polaroidfotos die man abgeschnitten am Rand verteilt sieht. Alleine durch das Cover, entsteht schon ein wohliges Gefühl in meinem Bauch und ich bekomme das Bedürfnis mich in eine kleine Stadt zwischen Bergen und bei einem See zu verziehen.

Meine Meinung:

Für mich geht es ein letztes Mal nach Redwood. Teils mit einem lachenden und teils mit einem weinenden Auge, weil ich meine Schwierigkeiten habe, Reihen zu beenden. Insbesondere wenn es eine Reihe ist, die ich sehr liebe und mit der ich viel in Verbindung bringe. So auch hier. Ich gestehe, ich habe es ein paar Wochen vor mir her geschoben, den letzten Band zu lesen. Irgendwann kam dann der Moment, wo ich wahnsinnig Lust auf die Geschichte und das Setting hatte und ganz spontan nach dem Buch gegriffen habe.
Die Reihe ist zwar nun beendet, dennoch habe ich ja die Möglichkeit, alle fünf Bände auf Englisch zu lesen und somit erneut in den Flair von der kleinen Stadt Redwood einzutauchen.

Der Schreibstil ist wie in den vorhergehenden Teilen grandios, kaum habe ich angefangen die Geschichte zu lesen konnte ich das Buch nicht mehr auf die Seite legen. Gerne hätte ich es wie die vorherigen Teile auch, in einem Rutsch durchgelesen. Leider hat dies Maddie, die Protagonistin etwas verhindert.

An sich bin ich schon kein großer Fan von „enemies-to-lovers-romance“ Geschichten, zumindest würde ich nicht bewusst danach greifen. Meistens führt sich nämlich einer der beiden Protagonisten wahnsinnig kindisch und unreif auf, was ich absolut gar nicht leiden kann. So war es auch leider in diesem Buch. Prinzipiell finde ich es gut, wenn man kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt was man denkt und will. Nur hat das seine Grenzen. Den Tacker in Wackelpudding versenken? Das gesamte Büro in Alufolie einwickeln? Versteht mich nicht falsch, natürlich ist das nichts weltbewegend schlimmes. Dennoch finde ich ist es in dem Alter furchtbar unangebracht, einfach nur kindisch und nicht lustig. Naja, zumindest fand ich es während dem Lesen nicht unterhaltsam sondern nervig.
Maddie’s Art ist generell anstrengend. Ihre Aussagen sind vor allem in der ersten Hälfte des Buches nur auf Angriff und Provokation aus. Erstaunlicherweise kommt Parker – Sheriff der Stadt und der Protagonist der Geschichte – damit super zurecht und es scheint ihn nicht im Geringsten zu stören.

Maddie wollte zu Schulzeiten immer die Aufmerksamkeit von Parker haben. Schon damals hat sie ihm ständig Streiche gespielt, um an ihn heranzukommen. Die junge Frau hätte alles dafür gegeben, jetzt will sie alles nur das nicht. Ganz nach dem Motto „Man will etwas nur solange man es nicht haben kann, sobald man es hat, hat man kein Interesse mehr“. Maddie verhält sich trotzig wie ein kleines Kind und Parker muss sie quasi dazu zwingen, sich wie eine zivilisierte Erwachsene zu verhalten und mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen und normal zu unterhalten.

In der zweiten Hälfte der Geschichte habe ich zwar angefangen zu verstehen, warum Maddie sich eben so verhält. Ihr Mutter ist früh gestorben und von ihrem Vater hat die junge Frau nie die Liebe und Akzeptanz bekommen, die sie gebraucht hätte. Dennoch finde ich rechtfertigt das ihre Umgangsart nicht, sie ist immerhin eine erwachsene junge Frau und kein 14-jähriges Mädchen mehr. Ich kann ihr handeln nicht ganz nachvollziehen, auch wenn ich all ihre Beweggründe und ihre Schutzmauern verstehen kann.

Je mehr man liest, desto ergreifender wird die Geschichte. Maddie ist obdachlos, ernährt sich nur von Konserven, muss sich mit 3 Jobs über Wasser halten und versucht die Leute, die ihr Vater veruntreut hat, zu entschädigen. Dabei kann sie selbst überhaupt nichts dafür und hat mit der ganzen Sache auch nichts zu tun.

Ich vermisse die Locker- und Leichtigkeit aus den ersten beiden Bänden. Auch die Nebencharaktere die eine große und wichtige Rolle spielen, fehlten mir. Es gab viel zu wenig Familiengefühl und Zusammenhalt. Aus den vorherigen Teilen bin ich es gewohnt, mich geborgen und wohl zu fühlen während dem Lesen, was hier einfach nicht der Fall war. Auch die Liebesbeziehung zwischen den Beiden ist für mich nicht greifbar. Es ging alles viel zu schnell und emotionslos. Parker und Maddie haben gerade eben das erste Mal miteinander geschlafen und er fängt an über das gemeinsame Kinder kriegen und heiraten zu reden?

Das gesamte Ende ist leider gar nicht mein Fall. Es fühlte sich wie eine schnelle Abfertigung und zu viel gewolltes Drama an. Muss wirklich erst ein Kind verschwinden und von Maddie gerettet werden, damit die gesamte Stadt sie nicht mehr verachtet und ausschließt, obwohl die junge Frau nichts verbrochen hat?

Was mich oder wohl eher wer mich begeistert hat, ist Parker. Er hat immer zu Maddie gehalten und ist für sie eingestanden, auch vor der gesamten Stadt. Er wär für sie sogar aus dem Amt des Sheriffs zurück getreten, weil er nicht tolerieren will, jemanden mit Verachtung und Ignoranz zu bestrafen, obwohl es die Person nicht verdient hat.
Generell fand ich Parker sehr sympathisch und attraktiv.

Fazit:

Leider kein Highlight, so wie es unter anderem der zweite Band der Reihe für mich war. Ich hätte diesen Teil gerne genauso geliebt wie seine Vorgänger, dafür hat das Potenzial aber einfach nicht gereicht. Dennoch gab es einige schöne Stellen und auch Parker fand ich sehr sympathisch!

An der Stelle möchte ich mich beim rowohlt Verlag/ Kyss Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen!

Eure Franziska. ❥

Ein Gedanke zu “Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Knistern von Kelly Moran

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