The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman von Lyssa Kay Adams

„Der Unterschied ist, dass du sie dazu bringst, dich zu wollen, anstatt ihr zu beweisen, wie sehr du sie willst.“

 

Autorin: Lyssa Kay Adams
Sprache: Deutsch
Einband:  Klappenbroschur
Seitenzahl: 396
Verlag: rowohlt/ kyss
Genre:  Belletristik
Preis: D 12.99€ / A 13.40€
ISBN:  978-3-499-00264-9
Veröffentlichung: 21. April 2020

 

Reihenfolge der Reihe 

  1. The Secret Bookclub Ein fast perfekter Liebesroman
  2. The Secret Bookclub Liebesromane zum Frühstück
  3. The Secret Bookclub – Die Liebesroman-Mission

 

Beschreibung und Handlung:

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!
Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen …

Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

Quelle: rowohlt/ kyss Verlag

 

Zu der Autorin:

Lyssa Kay Adams hat ihren ersten Liebesroman vom Bücherregal ihrer Oma geklaut. Das war in der achten Klasse, und seitdem ist sie ein treuer Fan des Genres. Das merkt man auch ihren eigenen Büchern an. In ihrer Reihe “The Secret Book Club” über Männer, die heimlich Romances lesen, findet man nicht nur hinreißende Liebesgeschichten, sie ist auch eine Hommage an das Genre selbst. Nach zwanzig Jahren als Journalistin schreibt Lyssa Kay Adams inzwischen Vollzeit Romane. Sie lebt in Michigan und tauscht sich in via Twitter, Instagram und Facebook gern mit ihren Lesern aus.

 

Quelle: rowohlt/ kyss Verlag

 

Cover:

Zuckersüß ist wohl das treffendste Wort um das Cover zu beschreiben. Ich liebe die pastellfarbenen Rosatöne die gemeinsam eine wohlige Atmosphäre ausstrahlen. Das Cover soll eine Papierschicht darstellen, das Wort „Secret“ steht auf der unteren Schicht und das darauf liegende Papier ist weggerissen. Wie ich finde gibt es dem Ganzen einen besonderen Touch. Auch die klare, straight gewählte Schriftart harmoniert mit dem Gesamtbild.
Meine Meinung:

Grundsätzlich waren meine Erwartungen durch den aktuellen Hype um den Liebesroman einfach viel zu hoch. Normalerweise lese ich Bücher auch nicht, während sie in den Himmel gelobt werden – einfach aus dem einfachen Grund: jeder liest es, jeder redet darüber und im Endeffekt bin ich im vorhinein schon so genervt von der Geschichte, obwohl ich sie selbst ja noch gar nicht gelesen habe. In dem Fall hatte ich aber gerade Lust auf einen Liebesroman und habe spontan im Zuge eines Buddyreads in den letzten paar Tagen ‚The Secret Bookclub‘ gelesen.

Der Einstieg in den Roman fiel mir leicht. Der Schreibstil ist flüssig und man rutscht gut von einem Kapitel in das Nächste.

Die Geschichte ist aus der Perspektive der dritten Person geschrieben, abwechselnd im Bezug auf die beiden Protagonisten Gavin und Thea. Gavin war mir vom ersten Moment an sehr sympathisch – im Gegensatz zu Thea. Mit der jungen Mutter hatte ich von Anfang an meine Schwierigkeiten. Sie ist mir viel zu engstirnig und kann einfach nicht sagen was sie wirklich will. Außerdem stellt sie ihren Ehemann als den größten Arsch da, obwohl sie selbst diejenige ist, die gelogen und etwas vorgetäuscht hat. Sicher, hat Gavin nicht gerade passend in der Situation reagiert, dennoch finde ich seine Reaktion verständlich. Auf jeden Fall verständlicher, als das ganze Drama welches Thea abzieht. Versteht mich nicht falsch, das Ehepaar hat auf jeden Fall große Kommunikationsprobleme und daran tragen beide Schuld. Aber warum genau Thea angefangen hat ihre Orgasmen vorzutäuschen, verstehe ich bisher nicht. Weil ihre Kindheit nicht schön war? Wegen ihrer Mutter? Oder weil ihr Vater immer alle verlässt? Mir hat der Zusammenhang gefehlt und insbesondere die Aufklärung, weshalb sie es getan hat.

Zum Ende hin ist mir Thea dann Gott sei Dank doch noch etwas sympathischer geworden, da sie endlich angefangen hat zu sich selbst zu stehen und direkt zu sagen, was ihr passt und vor allem aber was sie will und was nicht. Im Bezug darauf hat mir besonders gefallen, als Thea einer anderen Spielerfrau endlich offen und ehrlich die Meinung ins Gesicht gefetzt hat. Darauf habe ich während der gesamten Geschichte gewartet. Außerdem stand sie offen zu Gavin und meinte es auch so. Ein Aspekt der mir während des ganzen Liebesromans ein bisschen gefehlt hat.

Was Gavin für mich auszeichnet, ist sein Wille um die Ehe mit seiner Frau zu kämpfen und alles dafür zu tun, damit ihr gemeinsames Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft.

Einer der Nebencharaktere ist Liv, die Schwester von Thea. Mit ihr bin ich überhaupt nicht zurecht gekommen. Wie kann man nur so einen anstrengenden und nervigen Charakter haben? Je öfter sie vorkam, je mehr die junge Frau etwas gesagt hat, desto mehr bestand meine Reaktion aus Kopf schütteln und Augen verdrehen. Gerade deswegen bin ich wahnsinnig gespannt, wie mir der nächste Teil der Reihe gefallen wird, in dem Liv die Protagonistin ist.

Rausgerissen haben es definitiv die Männer aus ‚The Secret Bookclub‘, insbesondere der Russe. Ihn fand ich am witzigsten und auch am sympathischsten aus der Gruppe. Umso größer ist meine Vorfreude auf seine Geschichte.
Die Kapitel in denen die Jungs eine große Rolle gespielt haben, waren einfach nur wahnsinnig amüsant. Ich musste beim Lesen oftmals laut lachen, die Gespräche der Männer waren einfach nur genial! Alleine der Wortwitz „Leselatte“, ich dachte echt ich kann nicht mehr vor lauter Lachen. Gerne hätte ich mehr von Wortwitzen dieser Art und noch intensiveren Austausch über gelesenen Bücher gehabt. Das Feeling des geheimen Buchclubs hätte noch mehr im Mittelpunkt stehen können. Außerdem hätte ich es schön gefunden, wenn die Männer gemeinsam noch ein oder zwei Bücher mehr gelesen hätten.

Ich fand das Buch nicht schlecht, aber vom Hocker gerissen hat es mich auch nicht. Die Idee des männlichen Buchclubs ist grandios, aber es gibt bei der Umsetzung Luft nach oben.

 

Fazit:

Für zwischendurch ein gelungener Liebesroman, dem es aber an Tiefgang fehlt. Dennoch kann ich ‚The Secret Bookclub – Ein fast perfekter Liebesroman‘ allen empfehlen, die ihren Arbeitsweg gerne lesend verbringen und eine Brise Humor am Morgen brauchen.

An der Stelle möchte ich mich beim rowohlt Verlag/ dem Kyss – Team für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Ich vergebe 3.5  von 5 Sternen!

Eure Franziska. ❥

2 Gedanken zu “The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman von Lyssa Kay Adams

  1. Einen wunderschönen guten Abend,

    vor Wochen habe ich deine Twitterkommentare verfolgt, während du das Buch gelesen hast. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja noch überlegt, ob ich mir das Buch zulege. Naja, es steht im Shelf und ich möchte es auch bald lesen. Mal gucken, beim Lesen der Leseprobe hab ich schon gelacht.
    So typische Klischees an Überreaktionen, herrlich. Zum Abschalten und Spaß haben, sollte die Story aber taugen, was du mir hier auch bestätigst. Ich freu mich drauf.

    Liebe Grüße
    Tina

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Tina,

      stimmt, wir haben bereits über den Roman kurz auf Twitter geschrieben. Bin gespannt wie es dir gefallen wird und ich hoffe du kannst während dem Lesen abschalten und viel lachen. Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

      Liebe Grüße,
      Franziska

      Gefällt mir

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